Die im äußeren nördlichen Pavillon gelegene Schlosskapelle wurde unter Kurfürst Max Emanuel 1702 nach dem Entwurf Henrico Zuccallis von Antonio Viscardi begonnen. Die politischen Ereignisse erlaubten die Fertigstellung (durch Joseph Effner) erst ab 1715.
In den pompösen Aufbau des barocken Hochaltars ist eine ältere Figurengruppe – Christus und Maria Magdalena – einbezogen. Die beschwingte Wölbung und die farbenfrohen Fresken aus dem Leben der hl. Maria Magdalena (Joseph Mölck, 1759) bringen in den klassisch-strengen Kirchenraum die heitere Note des ausklingenden Rokoko.
Hinweis: Die Schlosskapelle ist nur im Sommerhalbjahr während der Öffnungszeiten des Schlosses zugänglich; Eingang vom Ehrenhof aus in den zweiten nördlichen Pavillon.